GVM-Mitglieder Fotoateliers

dawna mueller photography
Mueller Dawna

Untere BĂĽhlenstrasse 8

8708 Männedorf



www.dawnamueller.com


Dawna Mueller – Spektakuläre Bergfotografie

Die gebürtige Kanadierin lebt seit 2004 in Männedorf. Sie hat in Zürich an der renommierten CAP Fotoschule studiert, um ihre Fertigkeiten zu erweitern und um einen Schritt weiter zu kommen. Das Studium hat ihre Leidenschaft, die Landschaftsfotografie erblühen lassen, was man unschwerlich in Ihren Bildern, die hauptsächlich in der Schweiz aber auch im benachbarten Ausland aufgenommen hat.
Dawna Mueller zeigt vorzugsweise ihre Werke in Schwarz-Weiss, so kann sie die Bilder in einer klaren Sprache bestehend aus Form, Licht und Schatten kreieren. Die passionierte Fotografin hat kürzlich am Fotowettbewerb des Schweizer Reisemagazins «Spot Magazin» mitgemacht und mit Ihrem Bild «Timeless Travel» den ersten Platz gewonnen.



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dawna mueller photography – Dawna Mueller



GVM-Magazin «Fischotter»: Frau Mueller, warum sind Sie Fotografin geworden?

Dawna Mueller: Ich befasse mich nun seit mehr als 20 Jahren mit der Fotografie und bin von diesem Kunsthandwerk, als was ich diese Arbeit sehe, absolut besessen. Vor etwa 8 Jahren begann ich aktiv Bilder zu sammeln und habe dann beschlossen Fotografie in ZĂĽrich zu studieren.

Ein Besuch auf Ihrer Website zeigt, dass sie hauptsächlich auf Landschaftsfotografie fokussiert sind. War das schon immer ihr Hauptinteresse?

Ich bin in Vancouver aufgewachsen, habe aber viele Sommer arbeitend im Norden Kanadas im Yukon verbracht. Aus dieser Zeit stammt meine Liebe für die Natur und ihre Schönheit. Der Yukon ist der Schweiz in manchen Aspekten sehr ähnlich: wunderschöne Panoramas, spektakuläre Berge, glitzernde Seen und rauschende Bäche. Man kann dort so viel erleben und die Natur beginnt direkt vor der Haustüre. Gebirgslandschaften üben eine unwiderstehliche Anziehungskraft auf mich aus – Die spürbare Kraft, speziell der Berge in der Schweiz sind Inspiration und Jungbrunnen zugleich.



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dawna mueller photography – Lago Bianco



Welchen Einfluss hat die schulische Ausbildung auf Ihre Arbeit?

An der CAP Fotoschule erfuhr ich eine sehr umfangreiche Ausbildung. Wir befassten uns mit Stillleben, mit Portraits, der Architektur und natürlich auch der Landschaftsfotografie. Zahlreiche Arbeiten wurden jedoch im Studio umgesetzt, wo vor allem der richtige Einsatz der Beleuchtung gefragt ist. Während dem die Landschaftsfotografie grundsätzlich mit dem natürlich vorhandenen Licht gestaltet wird, hat mir die intensive Studioarbeit sehr dabei geholfen, die Formen einer Landschaft, das Licht- und Schattenspiel für meine Kompositionen besser zu nutzen. Ich habe soviel gelernt, dass ich mich für das neue Masterprogramm angemeldet habe und darüber hinaus auch das Advanced Photography Program von Viewfinder Center besuche. Ich bin eine leidenschaftliche Studentin.

Gibt es andere neben der Landschaftsfotografie andere Herausforderungen, denen sie nachgehen?

Ja, ich habe mit einem sehr persönlichen Projekt begonnen. Ich fotografiere seit einiger Zeit obdachlose Menschen. Ich habe letzten Sommer in Vancouver damit angefangen. Leider gibt es in meiner Heimatstadt eine stark ansteigende Anzahl Menschen, für die der Staat offensichtlich keine vernünftige und nachhaltige Hilfeleistung bieten kann. Ich habe Tage damit verbracht, unterschiedliche Leute, die auf der Strasse leben aufzusuchen, mit Ihnen zu reden und sie mit meiner Kamera zu porträtieren. Später habe ich auch in San Francisco das gleiche gemacht und werde auch zukünftig in europäischen Städten versuchen, obdachlose Menschen zu fotografieren. Ich durfte dabei eigentlich überall dasselbe Erfahren. Es sind Menschen wie Du und ich, die ein ganz normales Leben führten. Dann geschah etwas, was alles auf immer veränderte: Arbeitslosigkeit, eine schwere Krankheit, ein Verlust in der Familie oder einfach eine Abfolge unglücklicher Umstände. Ich versuche mit der Kamera durch das rein äusserliche hindurch zu dringen und die Seele und die Wärme einer jeden einzelnen Person zu zeigen. Dieses Projekt liegt mir sehr am Herzen und wird mich noch eine Weile beschäftigen.



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dawna mueller photography – Peaks



Welche Fotografen haben sie beeinflusst?

Das ist eine schwierige Frage, denn ich bewundere verschiedene Künstler, die sich in unterschiedlichen Genres bemerkbar gemacht haben. Sicherlich den grössten Einfluss hat die Arbeit des amerikanischen Landschaftsfotografen Ansel Adams auf mich ausgeübt. Seine Art mit Licht und Schatten umzugehen ist auch nach Jahrzehnten atemberaubend.
Sebastião Salgado zum Beispiel fasziniert mit seinen dramatischen Kompositionen. Ich fühle mich aber auch von Henri Cartier Bresson und Elliot Erwitt inspiriert. Michael Kenna bedient einen unglaublich poetischen Stil, der mich jedes Mal von neuem berührt. Dann natürlich Frank Horvat. Ich glaube ich zähle mich selbst zu den grössten Fans des 88-jährigen Meisters, der nach wie vor fotografiert und Ausstellungen organisiert.



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dawna mueller photography – Piz Palu



Was wird ihr nächstes Abenteuer aussehen?

Ich begebe mich in den hohen Norden und begleite die aus dem Tessin stammende, mehrfach ausgezeichnete National Geographic Fotografin Daisy Gilardini auf einer Arktis-Expedition. Ich bin jetzt schon sehr aufgeregt, denn ich hoffe ich kann meinen grossen Traum verwirklichen und zum ersten Mal Eisbären fotografieren.



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dawna mueller photography – Biancograt




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